MDAX
26.334,00
+0,61 %
DAX (RT)
12.546,00
+0,53 %
Euro Stoxx 50
3.426,50
+0,81 %
TecDAX
2.793,25
+0,22 %
DowJones
24.562,00
+0,40 %
Nasdaq 100
7.196,00
-0,11 %
S&P 500
2.752,75
+0,20 %
Nikkei 225
22.520,00
+0,33 %
Silber
16,46
+0,67 %
Gold
1.269,28
-0,02 %
Heating Oil
2,12
+2,12 %
Deutsche Bank Realtime Indikationen
Anzeige

Munich Re: Vorsicht vor der Schuldenkrise

09.05.2011 14:12

Das erste Quartal stand für die Munich Re ganz im Zeichen der Naturkatastrophen. Allein die Japan-Schäden bezifferte der Konzern auf 1,5 Milliarden Euro. Matthias Engelmayer von Independent Research bezeichnete die Zahlen als gemischt. Für die Zukunft lenkt Engelmayer den Blick vor allem auf die Schuldenkrise. Die Munich Re sei in Ländern wie Portugal, Irland und Griechenland hoch investiert.

Belastet von gleich drei großen Naturkatastrophen hat die Munich Re im ersten Quartal unter dem Strich ein Minus ausgewiesen. Mit 0,95 Mrd EUR fiel der Nettoverlust jedoch nicht so hoch aus wie Analysten mit 1,10 Mrd EUR befürchtet hatten. Geholfen hat dabei vor allem ein überraschend hoher positiver Steuereffekt von 612 Mio EUR. Operativ fiel der Verlust mit 1,38 Mrd EUR dagegen schwächer als die Analystenprognose von 1,24 Mrd EUR aus. Grund ist vor allem eine Schaden-Kosten-Quote im Bereich Rückversicherung von 159,4%. Hier hatten die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Überschwemmungen und der Sturm in Australien die Schadenbelastung in den ersten drei Monaten auf rund 2,7 Mrd EUR nach Retrozession und vor Steuern getrieben. Der Chef des Rückversicherungsbereichs, Torsten Jeworrek, wies in der Pressekonferenz am Montagmorgen jedoch darauf hin, dass dieser Schadenswert noch immer auf Modellen beruhe und sich deshalb noch verändern -auch erhöhen -könne. Wie der gemessen am Prämienaufkommen weltgrößte Rückversicherer weiter mitteilte, sind die Bruttoeinnahmen um gut 11% auf 12,98 Mrd EUR gestiegen und damit fast 1 Mrd EUR mehr als von Analysten erwartet. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen ging aufgrund von höheren realisierten Verlusten vor allem im Anleihegeschäft sowie Abschreibungen auf Zins-Derivate (Swaptions) um gut 20% zurück. Analysten hatten mit einem nicht ganz so starken Rückgang gerechnet. Das Gesamtjahr will der DAX-Konzern wie bereits auf der Hauptversammlung angekündigt trotz der hohen Schäden mit einem Gewinn abschließen. Andere gut laufende Bereiche wie die Erstversicherung, eine höhere Nachfrage nach Schadenabsicherung und steigende Prämien sollen die Schäden ausgleichen.

Anzeige

Aktie: Hannover Rück, Allianz, MunichRe,
Redaktion: Andreas Agly

Weitere Videos

Abspielen

22.06.

Handelskrieg verdrängt EZB-Euphorie

Kristian Volaric von GKFX analysiert die wichtigen Marken beim Dax und dem Ölpreis und geht darauf ein, was am Rohstoffmarkt nach dem Opec-Treffen zu erwarten ist. Und zu guter Letzt darf der mehr »

Abspielen

22.06.

Allianz - Gerüchte und eine Hochstufung

Dies hatte ein Allianz-Sprecher aber umgehend dementiert. Zudem hat die Berenberg Bank die Allianz jüngst hochgestuft. Von "Hold" auf "Buy". Thomas Bergmann vom Anlegermagazin DER AKTIONÄR mit mehr »

Abspielen

22.06.

Öl, Bitcoin, Dow Jones, Caterpillar, Boeing, General Electric, Blackberry, Tesla

Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag. Außerdem gibt Johanna Claar, Korrespondentin an der Börse Frankfurt, einen mehr »