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Momentumstratege warnt: "Sehr kritisches Stadium erreicht!"

28.06.2011 12:22

"Wir befinden uns in einer deutlichen Korrektur, vielleicht sogar am Beginn einer Baisse. Zuletzt wurde ein wichtiger Schwellenwert nach unten durchbrochen. Das zeigt an: Das Momentum ist abwärts gerichtet. Das ist nicht zu verharmlosen, es drohen jetzt für eine längere Zeit Abgaben", verweist Momentumstratege Ralf Görke auf die schwierige Situation derzeit. Schauen Sie sich alle Grafiken zu den wichtigsten Indizes und Branchen an, und hören Sie die Einschätzungen von Ralf Görke in diesem Interview.

Die Momentum-Strategie basiert auf der Überlegung, dass Aufwärtstrends bei Aktiennotierungen aus Seitwärtsbewegungen und so genannten Beschleunigungsphasen bestehen, in denen die Kurse effektiv zulegen. Dabei dauern die Seitwärtsbewegungen oft relativ lange, während die Beschleunigungsphasen eher kurzfristiger Natur sind. Das Ziel der Strategie besteht darin, die Seitwärtsbewegungen zu vermeiden und in den Phasen der Kursgewinne investiert zu sein.

Gekauft werden vor allem Aktien, die vermuten lassen, dass sie kurz vor einem stärkeren Anstieg stehen. Sie werden herausgefiltert nach dem Momentum. Dieses zeigt an, wann sich die Kursdynamik eines Wertes beschleunigt. Es errechnet sich aus der fortlaufenden Division des aktuellen Kurses mit dem vor x Tagen. Das Ergebnis ist eine Kurve, die Momentumkurve, deren Ausprägung von der gewählten Periodenlänge x abhängt.

Charttechniker wählen in der Regel eine Einstellung von 20 Tagen. Die Momentumkurve kann wie ein Chart analysiert werden. Wendepunkte im unteren Bereich der Kurve können als Kauf-, Wendepunkte im oberen Bereich können als Verkaufsignale gewertet werden.

Natürlich ist es damit nicht getan. Der erfahrene Investor wird neben der groben Selektion nach rein technischen Faktoren natürlich noch weitere Kriterien bei seiner Anlageentscheidung berücksichtigen. Er wird darauf achten, dass das relevante Unternehmen wirtschaftlich gesund ist, in einem Wachstumsmarkt tätig ist und nicht in einer Branche, in der es kriselt. Auch die Handelbarkeit der Aktie sollte eine Rolle spielen, denn er will ja nicht nur zu einem fairen Kurs kaufen können, sondern auch verkaufen.

Hat der Anleger seine Werte ausgewählt, dann kauft er die Aktien und setzt sich gleichzeitig ein Kurslimit unter seinem Einstandskurs, zum Beispiel das Tagestief des Vortages. Sobald es erreicht ist, liquidiert er seine Position. Gibt der Wert also unerwartet nach, so hat er damit seinen Verlust begrenzt. Steigt der Kurs dagegen an, so wird das Limit mit steigenden Kursen sukzessive mit nach oben angepasst. Er hält die Aktie so lange und „lässt die Gewinne laufen“, bis der Stoppkurs doch einmal erreicht wird oder sich ein Ende der Beschleunigungsphase abzeichnet.

Selbst in schwachen Marktphasen lassen sich Werte mit relativer Stärke finden. So kann die Strategie weitgehend kontinuierlich angewandt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben wiederholt ergeben, dass die Strategie überdurchschnittliche Renditen erzielen kann. "Aus meinen derzeitigen Analysen auf der Grundlage der Momentumstrategie kann ich sagen, mit Aktieninvestments sollte sich der Anleger erstmal zurückhalten. Es sieht erst wieder besser aus, wenn der Indikator über einen Schwellenwert steigt, der Entwarnung gibt. Und das kann dauern", so Görke gegenüber dem DAF.

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Aktie: DAX,
Redaktion: Marco Pahl

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