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Krisen-Guru Prof. Polleit: "Das große Gelddrucken kommt erst noch"

16.07.2012 17:59

Die Notenbanken sind auf einem gefährlich Weg, der in einer Hyperinflation enden musss. Davon ist Prof. Dr. Thorsten Polleit überzeugt.

Der Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH, warnt sich von den zurzeit niedrigen Inflationsraten nicht täuschen zu lassen. "Der sind der schwachen Weltwirtschaft geschuldet, so dass die expansive Geldpolitik noch nicht inflationär wirkt", erläutert er. "Angesichts der riesigen Bankschulden ist zudem die Versorgung der Banken mit Basisgeld durch die Notenbanken noch extrem gering." In seiner Rechnung stehen 32,6 Billionen Euro Bankschulden gerade nur 1,1 Millionen Euro Basisgeld gegenüber. Seine Befürchtung: "Mit einer Verschärfung der Krise wird die EZB früher oder später massiv Staatsanleihen aufkaufen und die Staaten direkt finanzieren." Dann würden sich die Summen "rasch schwindelerregende, ja geradezu groteske Größenordnungen" annehmen. Seine Prognose: "Das große Gelddrucken kommt erst noch, und damit ein massiver Inflationsschub, den die Notenbanken nicht mehr in den Griff bekommen." Er rechnet mit "erheblichen Verwerfungen im Währungssystem". Die Stagnation des Goldpreises werde sich dann als temporär erweisen. Jedem Anleger rät Polleit, "sich mit solide Sachwerte, Aktien, Immobilien und Edelmetalle einzudecken."

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Aktie: Silber, Gold,
Redaktion: Bernhard Jünemann

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