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Ex-Wall Street Bankerin Michel - Warum sie ihren Job an den Nagel hängte

11.05.2012 17:59

Alexandra Michel hat zehn Jahre im "Haifischbecken" an der New Yorker Wall Street gearbeitet bis sie 2003 ihren gut bezahlten Job an den Nagel hing. Ihre eigenen Erfahrungen von 80 bis 120 Wochenarbeitsstunden haben sie dazu veranlasst, das Leben von Bankern näher zu durchleuchten.

Heute ist Alexandra Michel Professorin an der University of North California und hat einen anderen Blickwinkel zum Thema Arbeiten an der Wall Street. "Wenn sie junge Leute haben, motivierte, talentierte Leute, die hart arbeiten, ist das toll für die Firma. Unheimlich kreative, kompetente Menschen. Nach vier Jahren allerdings ändert sich die Situation. Nach vier Jahren habe ich beobachtet, wie die Banker krank wurden, Abhängigkeiten und Depressionen bekommen. Was machen sie aber, wenn sie ein Überflieger sind und sie müssen hart arbeiten und Sie werden krank? Sie pushen härter. Und zu dem Zeitpunkt wurden die Banker dann schlechter in der Arbeit. Ich habe ähnlich hart gearbeitet, nur wenn man jung ist, in den zwanzigern, dann ist das kein Problem. Aber wie Sie vielleicht wissen, das Durchschnittsalter an Wall Street ist 35 Jahre. Wenn Sie 35 Jahre alt sind, müssen Sie sich zum großen Teil einen neuen Job suchen, weil sie es körperlich einfach nicht aushalten können", so Michel. Banken machen ihren Mitarbeitern wegen der hohen Stress-Momente etliche Zugeständnisse wie freie Mittag- oder Abendessen, es gibt ein Fitnessstudio im Büro und sie werden nach Hause chauffiert. Im DAF-Interview spricht Alexandra Michel auch vom Haken dieser Annehmlichkeiten: "Das Interessante ist, diese Services sind theoretisch dafür da, dass Banker weniger arbeiten und dass sie mehr Zeit mit der Familie haben, erreichen aber genau das Gegenteil. Jetzt arbeiten Banker noch mehr, weil es ist so bequem ist, bei der Arbeit zu sein. Das ist ein großes Problem."

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Aktie: Bank of America, Goldman, JP Morgan Chase,
Redaktion: Manuel Koch

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