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Devisen: "Euro bei 1,50 US-Dollar bis Jahresende"

07.03.2011 14:29

Michael Rottmann von der UniCredit ist "nicht überrascht", dass der Euro die runde Marke von 1,40 US-Dollar geknackt hat. Der Devisenexperte geht sogar noch einen Schritt weiter: "Bis Jahresende erwarten wir den Euro nahe der Marke von 1,50 US-Dollar", so Michael Rottmann in der DAF Devisenbörse.

Beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Montagmorgen verharrt der Euro knapp unter der Marke von 1,40 USD. Die Aussichten auf steigende Leitzinsen in der Eurozone sind nach Einschätzung aus dem Handel grundsätzlich positiv für die Gemeinschaftswährung. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die EZB bereits im April die Zinsen um 25 Basispunkte (Bp) anheben wird. An den Future-Märkten sei derzeit ein Anstieg der Leitzinsen um 75 Bp bis Jahresende eingepreist, allerdings könnte die Erwartung weiter steigen, heißt es.
Demgegenüber sei eine Leitzinserhöhung in den USA auf absehbare Zeit nicht absehbar. Der Grund, warum der Euro noch nicht über der Marke von 1,40 USD handele sei wohl vor allem in der steigenden Risikoaversion der Anleger mit Blick auf die sich ausweitenden Konflikte in Libyen zu sehen. Ein Analyst merkt dazu aber an, dass es erstaunlich sei, wie wenig der Dollar insgesamt von der Krise im Nahen Osten und Nordafrika profitiert habe, und das trotz der ungelösten Schuldenkrise in der Eurozone und den anziehenden Wirtschaftsdaten in den USA.
Der Wochenauftakt sollte sich ruhig gestalten. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an. Am Nachmittag wird lediglich der Beschäftigungsindikator für den Monat Februar des Conference Board bekannt gegeben. Als bewegender könnten sich da die Reden der Fed-Mitglieder Lockhart und Fisher erweisen. Die Zentralbanker äußern sich zur US- und der globalen Wirtschaftslage sowie zur Monetärpolitik in den Vereinigten Staaten. Charttechnisch betrachtet konnte auch der US-Arbeitsmarktbericht das vorherrschende europositive Sentiment nicht beeinträchtigen, merkt die Helaba an. Insofern sei auch zum Wochenauftakt das technische Umfeld wenig verändert und ein nachhaltiger Anstieg des Euro in die Region 1,4000/4300 USD sollte ins Kalkül gezogen werden. Die Handelsspanne wird zu Wochenbeginn zwischen 1,3930 und 1,4080 USD gesehen.

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Aktie: DAX, EUR/USD,
Redaktion: Silke Beickert

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