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Alexandra Michel: Aus dem Leben eines Investmentbankers

13.03.2012 17:45

Dr. Alexandra Michel war selbst Investmentbankerin bei der US-Bank Goldman Sachs. Im Jahr 2003 hat sie ihren Job an den Nagel gehĂ€ngt und arbeitet seither als Autorin und UniversitĂ€tsdozentin der Marshall School of Business, University of Southern California, Los Angeles. Ihre Studie ĂŒber das Leben und Arbeiten der Investmentbanker an der Wall Street hat fĂŒr viel Aufsehen in der Finanzbranche gesorgt. "Seit ungefĂ€hr 10 Jahren verfolge ich Investmentbanker und ich bin an allem interessiert, was die Leistung dieser Menschen beeinflusst", so Michel. Mehr dazu im Interview.

FĂŒr viele ist es der Traum vom großen Geld: Investmentbanker an der Wall Street. Das durchschnittliche Eintrittsalter eines Investmentbankers liegt bei 28 Jahren. Doch wer meint, das große Geld sei mit Zuckerschlecken verdient, der irrt sich gewaltig: "Diese Menschen arbeiten 80, 100, wenn sie anfangen auch manchmal 120 Stunden pro Woche", so Dr. Alexandra Michel im Interview mit dem DAF. Das mag in der Regel vier Jahre lang gutgehen, doch danach hinterlĂ€sst die hohe Arbeitsanforderung tiefe Spuren: "Sie fingen an, Haare zu verlieren, 30-50 Pfund zuzunehmen, sie konnten schlecht schlafen, einige hatten AbhĂ€ngigkeiten von verschiedenen Substanzen", so Michel weiter. Das geht natĂŒrlich auch an der Leistung nicht spurlos vorĂŒber: "Technisch waren die Banker noch vollkommen akkurat, aber die KreativitĂ€t ihrer Lösungen hat stark nachgelassen." Dennoch halte der Gesundheits- und KreativitĂ€tsverlust die meisten jungen Menschen nicht davon ab, weiterzumachen: "Anstatt zurĂŒckzutreten haben diese Banker noch mehr gepuscht. Einige Banker hatten z.B. so starke RĂŒckenschmerzen, dass sie auf dem Konferenztisch des Kunden liegen mussten, weil sie einfach nicht mehr stehen oder gehen konnten."

Dr. Alexander Michel appelliert an die Firmen, die jungen Menschen nicht zu verschleißen: "Die Organisationen wissen natĂŒrlich, dass das ein Problem ist, aber immer wenn sie versucht haben, was dagegen zu unternehmen, haben Sie das Gegenteil erreicht." Die GrĂŒnde erfahren Sie im Interview.

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Aktie: DAX,
Redaktion: Sebastian Schick

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